Automarder

Die Steinmarder sind als Automarder bekannt

Warum werden Marder zu Automardern?

Steinmarder sind dafür bekannt, dass sie bei Fahrzeugen Kabel, Schläuche und Dämmmaterial zerbeißen und so beträchtlichen Schaden anrichten können – in diesem Zusammenhang werden sie häufig als „Automarder“ bezeichnet. Ursachen dafür sind nicht, wie vielfach angenommen, die Restwärme des Motors oder der Geruch, der die Tiere anlockt. Reviermarkierungen von Artgenossen im Motorraum sind vermutlich hauptsächlich verantwortlich für das Interesse der Steinmarder an Autos. Das heißt, nicht der erste Marder, der unter dem Auto Zuflucht suchte, beschädigt das Auto, sondern der nächste, den der Geruch des Kontrahenten aggressiv macht. Die Begeisterung für Autos ist nicht gleichmäßig über alle Arten der Marderfamilie verteilt, zu der auch Wiesel, Otter, Dachse und Iltisse gehören. Fast alle Attacken gehen von Steinmardern aus, die sich als Kulturfolger dem Menschen angeschlossen haben. Sie kommen mittlerweile in Städten zehnmal häufiger vor als im Wald. Steinmarder, die noch in den 1950er Jahren in Deutschland selten waren, haben sich seither wieder ausgebreitet und ihre Scheu vor menschlichen Ansiedlungen verloren. Motorräume sind für sie beliebte Spiel- und Ruheplätze. Die Marder sind Allesfresser und prüfen, was ihnen interessant erscheint, indem sie hineinbeißen. Ende Juni beginnt die Paarungszeit. Dann sind die Marder-Männchen besonders aggressiv.

Automarder richten einen Schaden in Millionenhöhe an

Schätzungsweise 100.000-mal beißen die geschmeidigen Räuber jedes Jahr unter den Motorhauben unserer Autos zu, zerstören Zündkabel, Gummidichtungen oder Schläuche. Nicht weil diese so lecker schmecken, sondern weil Marder gern spielen, neugierig sind und ihr Revier verteidigen. Die Folgen sind teuer: Zündaussetzer können den Katalysator zerstören, undichte Kühlmittelschläuche zu Motorschäden führenVorbeugen kann der Autofahrer ihren Angriffen nur mit wenigen Mitteln effektiv. Die meisten

Automarder

Automarder können hohen Schaden anrichten

Maßnahmen sind indes völlig nutzlos, wie eine Studie des Arbeitskreises Wildbiologie der Universität Gießen im Auftrag von Audi, Daimler-Benz und BMW ergeben hat. Geruchsstoffe und akustische Abwehrgeräte wirken dagegen nicht. „Der häufig gehörte Tipp, Duftstoffe wie WC-Steine oder Mottenkugeln zu nutzen, um das Tier zu vertreiben, kann die Situation nur verschlimmern“, bestätigt auch der IHD-Fachmann.

Zu einem wesentlich einfacheren, allerdings nur begrenzt effektiven Trick rät der Naturschutzbund: Autofahrer sollten ein auffällig gefärbtes Stück Maschendraht unter ihr parkendes Auto legen. Da Marder vorsichtig sind und unbekannte Gegenstände meiden, hält der Draht die Tiere davon ab, in den Motorraum zu schlüpfen. Zumindest so lange, bis sie sich an seine Anwesenheit gewöhnt haben.

Automarder - ein teuerer Spass für den Autofahrer

Da die Versicherungs-Gesellschaften heute ihre Vertragsbedingungen frei gestalten können, kann ein kann ein Biss des Automarders je nach Gesellschaft und Police unterschiedlich versichert sein. Manche Versicherer bieten für den Automarderschaden und seine Folgen eine gesonderte Police an.


Bei anderen Unternehmen wiederum sind die Schäden des Automarders er über die Teilkasko-Versicherung mit abgedeckt. Da jedoch die meisten Teilkasko-Policen mit einer Selbstbeteiligung abgeschlossen werden (in der Regel 150 Euro pro Schaden) und diese Summe im Schadensfall verrechnet wird, kommen viele Teilkasko-Versicherungen bei Automarderschäden gar nicht zum Zuge, der Autobesitzer trägt den Schaden allein.

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